Kinder und Jugendliche

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Die Betreuungsgarantie sicher stellen

Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs für die Betreuung ab dem ersten Lebensjahr. Das bedeutet, dass wir neue Plätze schaffen müssen, da wir derzeit einen tatsächlichen Belegungsgrad von 100 Prozent haben. Das Neubaugebiet um den Kreisel soll insbesondere für junge Familien interessant sein, daher steigt der Bedarf. Hier sollten jetzt schon in Absprache mit allen Beteiligten die Planungen beginnen, um rechtzeitig mit Fertigstellung der ersten Häuser auch ein entsprechendes Angebot zu haben. Um Familie und Beruf gleichberechtigt vereinbaren zu können, gehören neben der Betreuungsgarantie im Kitabereich auch die Ferienangebote der Gemeinde. 13 Wochen Ferien gilt es für Familien schulpflichtiger Kinder durch Betreuung abzudecken. Die Angebote der Gemeinde Kaufungen und des Netzwerks „Wir bewegen Kaufungen“ sind daher unverzichtbare Bausteine der Familienfreundlichkeit und müssen fortgeführt werden.

Bildung und Betreuung geht alle an

Die Reduzierung der Kitagebühren mit dem Ziel der Gebührenfreiheit ist leicht zu fordern, machen ja mittlerweile auch fast alle. Möglich wird das nur, wenn wir zum einen den Beschluss von CDU und Grünen kippen, die Zuschussleistungen der Gemeinde zu deckeln. Zum anderen müssen wir unsere Finanzen auf stabilere Beine stellen, falls es uns nicht gelingt, in eine Umverteilung einzusteigen. Daher sage ich: Ohne die Erhöhung der Grundsteuern ist der richtige Schritt der Gebührenfreiheit, also kostenfreier Bildung von Anfang an, nicht zu bewerkstelligen. Ich sehe Bildung und Betreuung als gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe, die nicht ausschließlich von den Familien finanziert werden darf. Hieran müssen sich alle beteiligen, daher, wenn nicht anders möglich, eine Finanzierung über die Grundsteuer. Als einen unzureichenden, aber dennoch richtigen Zwischenschritt, schlage ich einkommensabhängige Kitagebühren nach dem Lohfeldener Modell vor.
Ich unterstütze die Forderung der Landeselternrats, dass die Schülerbeförderung zu weiterführenden Schulen grundsätzlich kostenlos sein muss. Kaufunger Eltern müssen monatlich 51,-€ für das Monatsticket zur weiterführenden Schule bezahlen, nicht alle können sich dieses leisten. Bildungsgerechtigkeit bedeutet für mich, dass der Zugang zu Bildung nicht durch finanzielle Hürden begrenzt werden darf.

Bildungswege zusammen denken und planen

Die Zusammenarbeit von Kita und Grundschule vertiefen. Insbesondere muss es gelingen entsprechend des individuellen Entwicklungsstands Übergänge von der Kita in die Schule zu gestalten. Hierzu ist ein enger Austausch, gemeinsame Übergangskonzepte und eine personelle Zusammenarbeit zwischen beiden Bildungseinrichtungen erforderlich. Die Gemeinde Kaufungen als Träger der Kitas sollte in diesem Prozess eine aktive und auch gestaltende Rolle spielen. Spätestens mit der der Einrichtung einer schulischen Ganztagsbetreuung müssen die Konzepte zwischen der Ganztags-Grundschule und der Kita mit seinem Hortangebot neu ausgerichtet werden.

Erziehungspartnerschaft leben und gestalten

Als Kommunalpolitiker waren mir die direkten Kontakte zwischen Elternvertretung und Kommunalpolitik zu gering. Von meiner Seite her kann ich sagen, dass ich mir hier eine Intensivierung und Verstetigung wünsche. Ein Weg hierzu ist sicher auch die gelungene Elterninformation des Gesamtelternbeirats, der die gewählten Vertreter über die aktuellen Diskussionen in der Elternschaft informiert.

Meine Forderung zu besseren Einbindung heißt: Der Gesamtelternbeirat erhält in den Sitzungen des Ausschuss Jugend Sport Soziales Kultur ein instutionalisiertes Rederecht in allen Belangen, die die Kinder betreffen. Da ich auch in Sachen Bürgerhaushalt gerne neue Wege gehen würde, schlage ich vor, dass der Gesamtelternbeirat aus dem Gesamtbudget ein eigenes, selbst zu verwaltendes Budget erhält und über die Verwendung jährlich den politischen Gremien berichtet. Den Wunsch am QM- Handbuch mitzuarbeiten, wie ich der Elterninfo des Gesamtelternbeirats entnehmen konnte, kann ich nachvollziehen und würde dies ermöglichen. Ein solches Vorgehen wäre für mich ein gutes Beispiel gelebter Erziehungspartnerschaft. Die Kompetenzen der Eltern, der Erzieherinnen und die Bedürfnisse der Kinder müssen hier gleichberechtigt Berücksichtigung finden. Dies geht nur, wenn eine frühzeitige und umfassende Einbindung in den Prozess ermöglicht wird.

Gute Arbeit – Gute Bezahlung

Ich unterstütze die Forderung nach gerechter Bezahlung der Fachkräfte in den Kitas. Auch hier verweise ich darauf, dass dies von Seiten der Gemeinde nur möglich ist, wenn wir den Beschluss von CDU und Grünen kippen. Andernfalls ginge das ja nur über eine Erhöhung der Gebühren, die wir aber abschaffen wollen.

Kritisch stehe ich Überlegungen gegenüber Leiharbeitskräfte für Personalengpässe einzustellen oder z.B. einen Leiharbeiterpool zu bilden. Zum einen gibt der Markt diese Leihkräfte überhaupt nicht her. Zum anderen aber ist Arbeit mit Kindern Beziehungsarbeit, was sich mit kurzfristigen Lösungen beißt

Inklusion

Die gemeinsame Betreuung aller Kinder muss das Ziel der Kaufunger Kommunalpolitik sein. Hierzu gehört aus meiner Sicht auch eine inklusive Betreuung in Kita und Schule. Alle Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderung, haben ein Recht auf eine Förderung ihrer Entwicklung. Behinderte Menschen werden nicht nur in eine Welt von Nichtbehinderten integriert, sondern alle Menschen in einer Gesellschaft werden angesehen als Menschen mit jeweils unterschiedlichen Bedürfnissen, auf die angemessen reagiert werden muss. Ob dieses derzeit in Kaufungen gelingt muss eine Bestandsaufnahme ergeben, die sowohl die Räumlichkeiten, die pädagogischen Konzepte als auch die fachlichen Qualifikationen der MitarbeiterInnen berücksichtigt.

Die Schwächsten schützen

Familienfreundlichkeit bedeutet für mich auch, andere Planungsprozesse mit den Augen von Kindern wahrzunehmen. Ein besonders wichtiger Bereich ist für mich die Verkehrspolitik. Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und benötigen einen besonderen Schutz, auf dem Schulweg, beim Spielen und in ihrer Freizeit. Dafür bin ich bereit auch die Rechte der Autofahrenden einzuschränken und die Geschwindigkeit innerorts auf 30 Km/h zu reduzieren.

Die Kinderstube der Demokratie

Kinder und Jugendliche müssen altersangemessen an allen Planungs- und Entscheidungsprozessen beteiligt werden: Beginnend in der Kita, über die Schule bis zur Einrichtung eines Jugendforums / Jugendparlaments. Dies macht sicher zunächst Arbeit, langfristig werden wir aber alle davon profitieren, durch Menschen, die gelernt haben sich einzumischen und mitzugestalten.

Kinder Gemeinsam stark machen

Ein familienfreundliches Lebensumfeld bedeutet für mich auch die Stärkung der außerschulischen Angebote. Hierzu gehören Sportangebote, Musik, die Jugendfeuerwehr, das Mitmachhaus, die kirchlichen Angebote und viele mehr. Diese meist ehrenamtlichen Akteure müssen motiviert und fortgebildet werden. Im regelmäßigen Austausch zwischen den unterschiedlichen Anbietern muss analysiert werden, wo Angebotslücken sind, welche Kinder und Familien nicht erreicht werden können und wie gemeinsam die Arbeit im Netzwerk verbessert werden kann. Zusammen mit dem Präventionsrat sollen mögliche Gefährdungen in Kaufungen frühzeitig erkannt werden und Lösungsansätze entwickelt werden. Die Initiative der „Rettungsinseln“ ist hierfür ein gutes Beispiel.

Die Jugendlichen

Gemeinsam mit Jugendpflege, Sportverein, Feuerwehr möchte ich die besten Lösungen für die Jugendlichen finden. Ein denkbares Ziel ist die Schaffung einer Freifläche für Jugendliche als Anlaufstelle in der warmen Jahreszeit.

Nötig halte ich die Installation eines Jugendforums / Jugendparlaments mit echten Mitsprachemöglichkeiten (geregelt durch Satzung etc.) und eigenem Budget.

 

Literaturtip: Inklusion vor Ort

Linktip: Was ist der Jugendrat?