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Veränderungen

Ich möchte im Folgenden Anregungen liefern, die Mosa­iksteine darstellen für einen Wandel hin zu mehr Solidarit­ät und für eine Transformation. Ich stelle die­se zur Diskussion und bitte die Le­senden, sich über die einzel­nen Vorschläge eigene Gedanken zu ma­chen. Manche las­sen sich gut weiterentwickeln, ande­re sind ausgereift und müssen erprobt werden (um dann verbessert zu werden). Keinesfalls handelt es sich um eine erschöpfen­de Liste, sondern um einen Anfang. Manche Ideen benö­tigen Kapi­tal, ande­re ein­fach nur ein Bewusstsein. Bei ei­nigen wird die Wir­kung so­fort sichtbar. Ein Teil der Vor­schläge grün­den in der Überlegung, wie Räume geschaf­fen werden können, in denen Vertrauen wie­der entste­hen kann, in de­nen erlebt werden kann, dass die Politik doch nicht so sehr an den Menschen vorbei agiert, wie es sich für man­che derzeit anfühlt. Mein hier artikulier­tes Interesse ist es nicht, das Ver­trauen auf Landes-, Bundes- oder Europa­ebene wie­der herzustellen. Ich be­zweifle so­gar, dass dies möglich ist. Die wirtschafts­politischen In­teressen über­lagern das am Allgemein­wohl orientierte politische Han­deln. Das müsste schon der Wirt­schaft und nicht der Politik erklärt wer­den, dass im Vertrauen der Menschen ein Profit zu finden ist. Das politische Feld, in dem ich mich bewege, ist die Kommunalpolitik. Es ist der Ort, den ich für veränderbar halte und an dem Beteiligung gut ist und auch wirk­sam. Aber ich äußere mit die­sem Buch  auch Kritik, denn wir, die Ge­meindevertretung und der Bürgermeister, verpassen Chancen und holen nicht alles raus, was möglich ist. Manche der hier skizziert­en Veränderungen benötigen lange Laufzeiten. Wir müssen die Menschen gewinnen und be­geistern. Die Angst, so habe ich oben zitiert, ist durch einen Mangel an Vertrauen in uns selbst und unsere Mitmenschen zu er­klären. Also schaffen wir Ver­bindung. Stärken wir Ideen, die ein Miteinander för­dern. Öffnen wir die Strukturen in diesem Ort für die Einflussnahme. Keine einzelne Idee führt zu einer großen Veränderung, jede ist nur ein Mosa­ikstein hin zu einer Gemeinde, die unter Beteiligungsge­sichtspunkten resilienter wird, die also in der Lage ist, auf von au­ßen kommende Verände­rungen durch das Nutzen des gesamten vorhandenen kreativen Po­tentials bes­ser rea­gieren zu können.

Heute erscheint „Veränderungen“
S. 70 bis 71 von „Richtung Ändern!“ – Das Buch zur Wahl
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Als Grundlage für die vor uns liegenden wesentlichen Jahre ist eine entwickelte Bürgerbeteiligung unumgäng­lich. Dieser wichti­gen Entwicklung gilt hier große Auf­merksamkeit. Die Kaufunger*innen sind kreativ. Die vorhandene Kreativität zu würdigen und sie sogar noch zu steigern, dazu for­muliere ich eine mögli­che Grundhal­tung, die uns gut in die nächsten Jahre beglei­ten würde. Mit den 3-Generationen-Gesprächen und den Mitnahmep­unkten schildere ich zwei Entwicklungs­möglichkeiten, die sich beide mit den Themen Kommu­nikation im Ort und der älter wer­denden Gesell­schaft auseinanderset­zen. Zentral, weil verschiede­ne Entwicklungsstränge verbin­dend, erscheint mir ein Wochen­markt in Kau­fungen. Er bietet, wenn wir ihn uns als Verbindungs­element in dieser Gemeinde vorstellen, ein riesiges Potential aus unter­schiedlichen Themenfeldern. Zu­letzt und damit auch schon überleitend auf das The­ma der Kommunalen Fi­nanzen erörtere ich kurz die Chancen, die in einer Kau­funger Regionalwährung lie­gen können.

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